Der Pferderücken

DSC_5163

Der Pferderücken – gut gemeint, ist nicht immer gut gemacht

Warum der Longiergurt keine Alternative am Tag nach dem Reiten sein kann – eigentlich ja logisch, aber vielleicht aber auch nicht?! Die Frage müsst ihr euch immer mal wieder selbst stellen – ist das, was ich mache richtig und logisch? Wir versuchen es mal mit einem menschlichen Beispiel zu verdeutlichen. Sagen wir, ihr habt am Tag X bei einem Umzug von Freunden geholfen und musstet aus organisatorischen Gründen euer kleines Kind mit einem Rucksack auf dem Rücken tragen. Das Kleinkind dient nur als Verdeutlichung – und ja, wir wissen, dass dies grundsätzlich schwer umsetzbar wäre – versucht es euch trotzdem mal vorzustellen. Also, ihr helft beim Umzug, müsst euch bücken, beugen, heben und Trepp auf, Trepp ab, hin und her laufen. Dabei habt ihr permanent ein Gewicht auf den Schultern und dem Rücken lasten. Der Tag war lang und anstrengend, der Umzug geschafft und ihr betet, dass Gott euch nach Hause beamen wird. Genau genommen, seid ihr (ob einigermaßen fit oder nicht) an eure körperliche Grenze gelangt und freut euch sehnlichst auf euer Bett und den sagenumwobenen heiligen Schlaf. Der nächste Tag hat es dann in sich. Der Rücken fühlt sich an, als habt ihr 100 Tage nicht gelegen, die Muskulatur bellt bei jeder Bewegung lauthals los und überhaupt – wie konnte es dazu kommen? Und dann fällt euch ein, dass ihr heute zum wandern verabredet seid, dafür müsst ihr wieder einen Rucksack tragen, wenn auch wesentlich leichter und weniger zappelig, als euer Kind. Juhu & Herzlichen Glückwunsch!

Wenn auch minimal überspitzt – der Vergleich klingt ganz plausibel. Der Pferderücken trägt euch 60 Minuten, oder auch länger, wohlwollend über Stock und über Stein. Mit eurem Gewicht und euer Bewegung (ihr sitzt ja schließlich nicht stocksteif auf dem Pferd) findet eine Kompression des Gewebes statt – der Rücken ist müde – wenn jetzt am Tag darauf direkt der Longiergurt verschnallt wird – am besten noch so richtig schön fest verzurrt, dann übt das auch Druck aus. Natürlich nicht in dem Maße, wie euer Gewicht und das des Sattels. Aber: das Gewebe ist vom Vortag ja schon gestresst.

Versucht euch einfach vorzustellen, wie es euch gehen würde, wenn… manchmal hilft es und klingt dann sogar recht logisch.

Euer EQUINE-THERAPY TEAM I FIT & VITAL – OSTEOPATHIE FÜR PFERDE wünscht euch weiterhin viel Spaß & Erfolg – eure Deike, Patricia & Steffi

– PFERDETHERAPIE I PFERDEOSTEOPATHIE I PFERDEPHYSIOTHERAPIE –