Das Mundstück

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Das Mundstück – und es kommt eben doch auf die Dicke an

Warum ein schmales, dünnes Gebiss kein scharfes Gebiss ist. Das Gerücht, dass ein dünnes Gebiss schärfer als ein dickes Gebiss ist, hält sich wacker. Immer wieder treffen wir auf Kunden, welche sagen „der kann schon etwas Schärferes vertragen“. Ein Blick auf die Anatomie des Pferdemauls erklärt jedoch schnell, warum viele Pferde besser mit einem schmalen Gebiss über den Zügel reagieren, unsere Hilfen verstehen und annehmen. Die Natur hat netterweise das Diastema (die Zahnlose Lücke im Maul) für unser Kommunikationsmittel, dem Gebiss, eingerichtet. Was das Pferd jedoch nicht hat, ist Platz zwischen der Zunge und dem Gaumen (wir Menschen haben hier einen Hohlraum, wo wir gut einen Bonbon aufbewahren und lutschen können). Beim Pferd ist die Zunge häufig so fleischig, dass sie das Mauls bis zum Gaumen ausfüllt. Nun kommt die Logik wieder ins Spiel – ja, wir sind große Freunde des Mitdenkens und Hinterfragens – was ist wohl bequemer im Maul. Ein schmales Mundstück, dass zwischen dem Gaumen und der Zunge „passt“ oder ein dickes Mundstück, was Kompressionen an Lade, Gaumen und auf der Zunge ausübt? Oder anders gefragt: Wenn wir einen Grashalm oder dicken Ast zwischen unserer Fußsohle und Schuh legen müssten – wofür würden wir uns entscheiden?

Euer EQUINE-THERAPY TEAM I FIT & VITAL – OSTEOPATHIE FÜR PFERDE wünscht euch weiterhin viel Spaß & Erfolg – eure Deike, Patricia & Steffi

– PFERDETHERAPIE I PFERDEOSTEOPATHIE I PFERDEPHYSIOTHERAPIE –